Montag, 27. August 2012

DER BLICK - mitten in die Seele...

... und der unsere Herzen berührt!
Ja, es gibt sie - solche Fotos, bei denen ich als Fotografin das Gefühl habe, der Blick meines Models trifft mich mitten ins Herz...




Ich weiss nicht genau, was mich dabei so berührt; natürlich versuchen wir als Fotografen die Aufmerksamkeit unseres Modells zu erregen, ganz klar - aber da ist noch was anderes, was in diesem besonderen AugenBlick liegt, den ich meine...


 



Dieser besagte Moment ist etwas ganz Besonderes - diese Zehntel Sekunde, in der Fotograf und Hund eins sind...
Ist es diese offene Direktheit, die Präsenz oder die Intensität oder einfach das Einlassen und Vertrauen auf den Menschen, die in diesem Augenblick liegen ?





Meistens, oder zumindest sehr oft, enstehen diese besagten Momente natürlich bei Portraits, was sicher schon an der Freistellung und Konzentration auf den Kopf  zurückzuführen ist, aber manchmal auch auf eine etwas weitere Entfernung, wie hier bei einem meiner Lieblingsfotos von Caruso... - aber auch in Bewegung entdecke ich diese volle Konzentration und Präsenz...



Ich bin glücklich darüber, dass ich immer wieder solche Augenblicke mit meinen Modells erleben darf; es sind immer wieder eben diese Momente, in denen ich weiss, warum ich Hundefotografin geworden bin...

Dieser offene Blick meines Burschis, hach....

Mit diesem Artikel verabschieden wir uns in eine kleine Sommerpause - Mitte September gehts dann wieder los in einen, hoffentlich wunderschönen Herbst!
Viele Termine sind schon vergeben, wenn Sie gerne noch ein Herbst- oder Wintershooting haben möchten, melden Sie sich bei uns, wir freuen uns auf Sie...

Ihre Petra und Caruso

Freitag, 24. August 2012

IN THE SUMMERTIME...

...ist München einfach wundervoll: In bayerischen Biergärten unter lauschigen Kastanien sitzen, die satten Farben des Sommers, die knallgelben Rapsfelder und natürlich, die an solchen Tagen erfrischende Isar, mit ihrem überregional bekannten "Isarfeeling".. Nicht umsonst wird München als die "nördlichste" Stadt Italiens genannt!


Und da wir dort wohnen, wo andere Urlaub machen, war in diesem Sommer natürlich auch mal ein ISAR-Fotoshooting angesagt; und damit das auch richtig stimmig wird, benötigt man dazu einen richtigen "Wasserhund", den wir in der süssen Goldendoodle-Hündin Sprotte auch gefunden hatten!





Und so zogen wir an einem warmen, satten Sommertag zu viert an's Isarufer:
Keine Menschenansammlungen, klares Wasser, Sommer, Sonne, Sonnenschein, München ist klasse!



Dort, wo sich Wasserhunde wohl fühlen, muss sich noch lange nicht ein Dackel wohlfühlen, aber immerhin geht Caruso zumindest bis zum Bauch ins Wasser, aber mehr geht nun wirklich nicht, puhh, Dackel eben...




 



Was soll ich sagen: "Scheen war's..."! Anschliessend zogen wir noch geschlossen in einen Jazz-Biergarten, also ein rundum toller Tag!



So langsam kann man feststellen, dass der Sommer dabei ist, sich zu verabschieden, die Farben sind zwar immer noch satt, jedoch wird das Licht langsam etwas milchiger, es wird früher dunkel, morgens später hell, da heisst es die Tage noch geniessen...


Aber es wird sicher ein toller Herbst, wir freuen uns auf Euch!

Eure Petra und Caruso

   

Mittwoch, 15. August 2012

STREICHELN ?? - Nein, danke...

Wie es bei uns Hundemenschen so üblich ist, geraten wir zwischendurch immer mal über unsere Hunde ins Parlieren, so auch neulich mit meiner lieben Freundin Betty von den Spitzohren, die zwei wunderschöne Saarloos- Wolfhunde ihr eigen nennt.
Obwohl die beiden Rassen, Dackel und Saarloos, unterschiedlicher nicht sein könnten, so weisen sie doch eine Gemeinsamkeit auf, nämlich eine gewisse Anfangsscheuheit Menschen gegenüber.



Ist diese Scheuheit bei den Saarloos jedoch schon rassemäßig veranlagt, so sieht es bei Dackeln doch schon anders aus, denn hier gibt es natürlich viele Exemplare, die bei einer Erstbegegnung freudig auf die Menschen zuwedeln – nicht jedoch unser Burschi, der Caruso...

Na, Ihr...???
Wenn ich mich ganz ganz klein mache, sehen die mich vielleicht nicht...

Die Zwei mögen sich, weil keiner zu fordernd ist...

Meistens sehen Erstbegegnungen mit fremden Menschen folgendermaßen bei uns aus:
Fremder Mensch sieht Dackel, dann folgt O-Ton: „Och, ist der süß, und Dackel sieht man ja immer seltener, darf ich...“, sagt’s und beugt sich auch sofort nach unten, um seine Hand von Caruso anriechen zu lassen.
Und was macht dieser?
Jawohl, Caruso legt erst mal gepflegt fünf Schritte im Rückwartsgang ein, wobei er jenen, besagten Menschen nicht aus den Augen lässt; erwähnenswert wäre noch sein völlig ungläubiger Blick, in der sich, die für ihn wohl berechtigte Frage, wieder spiegelt „Was will der/die von mir, und was traut der/die sich???“
O-Ton von mir dann meistens - wohl auch, weil ich den traurigen Blick des Menschen nicht ertragen kann: „Der braucht seine Zeit, einfach in Ruhe lassen, der kommt dann von alleine...“, und dies genau in dem Moment, in dem Caruso mit leicht arrogantem Blick nun vollkommen den Rückzug antritt.
Ich denke, dass ich nicht zu erwähnen brauche, dass es nun zu keiner Kontaktaufnahme zwischen Caruso und Mensch mehr kommt - zumindest in dieser Situation nicht mehr...

So, oder ähnlich könnte es aussehen, wenn...
(Sorry, Anne!)

Bei "seinen" Menschen jedoch...

Oder neulich, beim sonntäglichen Familienspaziergang:
Caruso rennt über Wiesen und freut sich seines Lebens, da entdecken ihn zwei ältere Frauen, laufen auf ihn zu und spulen auch sofort den schon bekannten Text, siehe oben, ab...
Als sie dann anfingen, ihn zu sich zu rufen, dachte ich, okay nun ersparen wir ihnen weitere Enttäuschungen und rief herüber: Der wird wohl nicht kommen!“
Sofort kam postwendend die Antwort: „Ach, so, der darf nicht.........!“
Diesmal war ich wohl diejenige, die irgendwie doof schaute.
Tja, so oder ähnlich spielen sich also meistens die Erstbegegnungen Caruso’s mit fremden Menschen ab.


Kennt er seine Menschen, dann klappt auch mal 'ne kleine Entführung...

Mit meiner Freundin Betty, ihres Zeichens auch Hundetrainerin, ergeht es mit ihrer Timish in etwa so ähnlich, und so versuchten wir nun analytisch an das Thema heranzugehen und gingen alle wichtigen Stationen eines Hundelebens durch:
Unsere Hunde sind doch gut sozialisiert, hatten schon als Welpen viel Kontakt zu Menschen, wurde bei der Züchterin unseres Vertrauens in familiärer Atmosphäre groß gezogen, dazu ist Caruso noch seit über drei Jahren bei der weltbesten Hundenanny Kathi, er sucht ständig menschlichen Kuschelkontakt, woran kann es also liegen, fragten wir uns??

Ein lebensfroher, lustiger Dackel, das ist Caruso...

Und mit den andere Kollegen...
....klappt's auch!
 Zu einem richtig treffenden Ergebnis sind wir nicht gekommen, aber soviel dazu:

Im Verhalten unserer Hunde ist ein Teil genetisch veranlagt, ein anderer Teil kann durch Sozialisierung beeinflusst werden, mal zum Positiven, mal leider auch zum Negativen.
Was die Scheuheit unseres Carusos angeht, so werde ich dies wahrscheinlich nicht mehr genau herausfinden, was aber in diesem Fall auch nicht weiter schlimm ist. 
 
Me and my little Dog...
Ob im Sommer oder
(Foto: Uschi Schlicht; Danke für diese Szenen!!)


...im Winter, immer an meiner Seite!
(Foto: Uschi Schlicht)
Ich finde es gar nicht so schlecht, dass er nicht auf jeden Fremden Schwanz wedelnd zu rennt, denn es gibt dafür einen anderen Aspekt, der mir viel wichtiger ist:
Mit das Schönste an diesem wunderbaren Hund ist, dass er, hat er einmal jemanden ins Herz geschlossen, seinen vollen Charme entwickelt und sich nicht mehr auskennt vor lauter Freude und Liebe... – und für uns, seine Menschen, ist dies mit dem einzigartigen Gefühl verbunden, dass wir das Wichtigste auf der Welt sind, für diesen kleinen Burschen... 


In diesem Sinne, Eure Petra und Caruso, und: "Streichelt Eure Hunde, sie sind das Beste in unserem Leben!"